Willkommen

auf der  Seite der Altensteiner Höhle.

Dies ist eine ehrenamtlich betriebene Internetseite, die die Aufgabe hat, Kenntnisse zur Höhle zu vermitteln.
Darüber hinaus werden so seit Jahren auf diese Weise den Besuchern der Höhle Serviceangebote zur Verfügung gestellt.
Mit der aktuellen Höhlenschließung kann dieser Service nicht mehr angeboten werden

Die aktuellen Veranstaltungen finden Sie hoffentlich bald wieder hier.
Informationen zur Geologie finden Sie noch auf der alten Seite.

Aktuelles:

Momentan ist die Höhle leider geschlossen. Solange dies so ist, bitten wir Sie, alle Angaben zum Führungsbetrieb, die auf dieser und den folgenden Seiten enthalten sind, zu ignorieren.

Der Schauhöhlenbetrieb sollte bis 31.3.2017 ruhen.
Dieser Termin ist lange vergangen. Nach uns vorliegenden unvollständigen Informationen (Inzwischen redet niemand von den Verantwortlichen mehr mit uns, weil wir Art und Weise des Gesamtvorgehens  und die Inhalte des Konzeptes kritisiert haben) soll der Betrieb verändert werden. Angeblich werden auch neue Höhlenführer gesucht.  Dies erfolgt offenbar auf sehr alternative Art und Weise und wohl auch nicht sehr intensiv.  Da unsere Bedenken auf keinem anderen Weg die Verantwortlichen und die Öffentlichkeit erreichen, haben wir sie an Stelle einer überfälligen Info zur Wiederaufnahme des Schaubetriebes hier eingestellt:

 

 


Eine kurze Bewertung des Konzeptes der Stadt Bad Liebenstein zur Altensteiner Höhle:

Der Text kann als PDF auch heruntergeladen werden: pdf

Offener Brief
Zu einer schonenden Höhlensanierung und baldigen Wiedereröffnung der Altensteiner Höhle

Die älteste Schauhöhle Thüringens – eine der ältesten überhaupt – weist inzwischen fast 200 Jahre Betriebszeit auf. Sie besitzt einige Besonderheiten auf naturgeschichtlichem und kulturhistorischen Gebiet und hat in den letzten mehr als 200 Jahren verschiedene Höhen und Tiefen beim Betrieb der Schauhöhle erlebt. In den letzten Jahrzehnten wurde sie immer mehr vernachlässigt.

Die Höhle ist formal in Landesbesitz und wird seit Jahrzehnten von der Gemeinde Schweina, die inzwischen wieder mit Bad Liebenstein zusammengeschlossen ist, verwaltet.
Sie ist als Bodendenkmal im Denkmalbuch eingetragen, obwohl das wenig bekannt sein dürfte, denn es gibt in Thüringen nur in wenigen Kreisen öffentlich zugängliche Listen der Denkmale.
Seit Ende letzten Jahres ist die Höhle geschlossen. Dem inzwischen verstorbenen Höhlenführer wurde kurz zuvor gekündigt.
Mitte letzten Jahres erschien ein erster Artikel (STZ 30.9.2016), ein zweiter kurz danach im Freien Wort. Beide basieren auf dem Stadtentwicklungskonzept der Stadt Bad Liebenstein.
Der zweite dieser Artikel, erschienen am 9. März, dient angeblich der bisher erfolglosen Suche nach neuem Führungspersonal, obwohl er dazu nur extrem magere Informationen enthält, die zudem auch noch interpretiert werden müssen, um sie verstehen zu können. Wir erhielten ihn, um damit neues Führungspersonal suchen zu helfen.
Interessenten können sich die beiden Artikel im „Premium-Angebot“ des Freien Worts (sicher auch bei der Südthüringer Zeitung gern kostenpflichtig ansehen.
http://www.insuedthueringen.de/archiv/
Inzwischen erschien am 15.4. ein dritter, noch kleinerer Artikel, der nur die Mitteilung enthält es würde Führungspersonal gesucht. Eine beigefügte Telefonnummer der Stadtverwaltung dient als Kontaktmöglichkeit.
Keiner der Artikel enthält irgendeine nähere Information zu den Bedingungen der angebotenen Stelle.
Damit erschöpft sich die „intensive Suche nach neuem Führungspersonal“ (Zitat des Verantwortlichen vom Januar 2017) So etwas wie eine Stellenausschreibung mit Beschreibung der Stelle und deren Rahmenbedingungen ist in Bad Liebenstein offenbar unbekannt.
Zieltermin zur Wiederaufnahme des Betriebes war der 1.4.2017. Er ist ergebnislos verstrichen. Dennoch ist auf der Seite von Bad Liebenstein immer noch – ohne weitere Informationen – zu lesen, die Höhle wäre bis 31.3.2017 geschlossen.
Hintergrund des Ganzen ist die jahrelange Vernachlässigung der Höhle. Im letzten Jahr erschien ein Entwicklungskonzept für Bad Liebenstein, das auch Vorhaben zur Höhle beinhaltet.
Das müßte man eigentlich begrüßen. Dieses Werkes enthält jedoch so viele problematische Punkte, daß eine Realisierung eine Katastrophe für die Höhle darstellen würde.
Zum Konzept:
Die beabsichtigten Maßnahmen sind in einem seit August 2016 verfügbaren Konzepts („ISEK“) enthalten. LINK http://bad-liebenstein.de/rathaus/stadtplanung/isek-teil-b.html
Im Textteil ISEK_Teil_B_Text_2016_08_31_Druckfassung.pdf, ist die Höhle auf den Seiten 58-63 , und in zwei Plänen im Dokument ISEK_Teil_B_Konzeptstudien.pdf auf den Seiten 5-6 vertreten.
Die zahlreichen Angebote zur Mitarbeit und Unterstützung verpuffen seit Jahren. Die Reaktionen auf Angebote können nur mit „beratungsresistent“ beschrieben werden.
Es ist hier leider nicht möglich, alle der zahlreichen Mängel des ISEK-“Konzepts“ zu diskutieren, aber einige wesentliche Punkte sollen genannt werden:

1. Die meisten der erkennbaren und/oder direkt genannten Ausgangsbedingungen werden falsch beurteilt und demzufolge falsch berücksichtigt. Dies wird unter anderem auch zur Kurzlebigkeit der beabsichtigten Veränderungen führen.
2. Aufgrund der gleichzeitig zur geplanten Investition von 1,9 Millionen Euro beabsichtigten Reduzierung des Führungsbetriebes, die von der Vernichtung nahezu der gesamten oberirdischen Infrastruktur begleitet ist, wird der beabsichtigte Betrieb niemals wieder annähernd ökonomisch erfolgen können.
3. Obwohl eine Investitionssumme zugrunde liegt, die für die Höhlensanierung und die nötige Infrastruktur ausreichen könnte, sind wesentliche Kostenfaktoren nicht enthalten. Die Risiken einiger der genannten Punkte werden nicht erkannt. Der Wert der wesentlichsten Punkte des Konzeptes als zweifelhaft bis schädlich zu beurteilen.
4. Die als Konzept zum Führungsbetrieb erkennbaren Punkte enthalten vor allem zahlreiche aufwendige technische Spielereien. Die in einigen Überschriften genannten tatsächlich vorhandenen höhleneigenen Besonderheiten finden im Konzept keine Erwähnung. Naturschutz findet überhaupt nicht in ihm Platz. Die Berücksichtigung des Denkmalwertes beschränkt sich auf Konzerte und andere audiovisuelle Effekte.
5. Das Konzept berücksichtigt in keiner Weise irgendwelche Erkenntnisse zur zeitgemäßen Gestaltung und Nutzung solcher Natur- und Denkmalobjekte, wie sie europa- und weltweit heute üblich sind. Besonders kritisch sind im Konzept benannte Baumaßnahmen zu bewerten. Diese würden teilweise eine direkte Zerstörung darstellen, falls sie umgesetzt würden. Eine derartig unsensible Behandlung einer Höhle beim Ausbau zur Schauhöhle ist auch in den längst vergangenen Anfangszeiten solcher Erschließungen beispiellos!
6. Eine aufgrund der aktuellen Lage schrittweise nach ausreichender Planung durchgeführte Maßnahme ist offenbar nicht beabsichtigt. Der bisherige Stil, Geld ohne vorherige Überlegung auszugeben, wird nahtlos fortgesetzt.
Die aktuelle Unterbrechung des Betriebes, die gleichzeitige Neubearbeitung des Betriebsplanes ohne daß ein neues Konzept vorliegt oder an der Höhle irgendein Problem beseitigt wurde sowie die beabsichtigte Investition in den nächsten zwei Jahren ohne Fördermittel und Planungsvorlauf zeigt dies.

Insgesamt läßt das Konzept komplett die Orientierung auf einen ökonomischen und dabei auch höhlenschonenden, denkmal- und naturschutzgerechten Umbau und Betrieb vermissen. Zu Gunsten virtueller Spielereien und hergeholter Mainstream-Ideen wurde sie geopfert. Das Konzept zeigt, daß die Verfasser keinerlei Beeinflussung durch Erfahrungswerte von Fachleuten oder von Betreibern anderer Schauhöhlen unterlagen. Ist Deutschland bei der Gestaltung und dem Betrieb von Schauhöhlen schon eher Entwicklungsland als Vorreiter, so stellt diese Situation eine neue Qualität dar.
Die Schauhöhle, obwohl beim Parkausbau gefunden und immer mit dem Park verbunden, wird von den heutigen Verantwortlichen offenbar als störend für die beiden Parks angesehen. Dies wird unter anderem auch im beabsichtigten Abriß aller oberirdischen Höhleninfrastruktur – also der Gebäude – deutlich. Im Verständnis der Macher des Konzepts kann es heute offenbar kein so umfassendes Kultur- und Naturverständnis mehr geben wie bei Herzog Georg vor mehr als 200 Jahren. Es entsteht insgesamt der Eindruck des Versuchs, mit Hilfe riesiger Investitionskosten und geeigneter Teilmaßnahmen den Weiterbetrieb der Höhle zu verhindern.
Das sogenannte Konzept und die aktuelle Schließung reihen sich nach unserer Auffassung auch nahtlos an die Kündigung der Geopark-Mitgliedschaft an, die dieses Jahr wirksam wird.
Obwohl für die Überschriften auch massiv Argumentfetzen und Fakten aus Veröffentlichungen der Höhlenforschung in die Überschriften übernommen wurden, findet sich davon im Konzept nichts mehr wieder. Ebenso nicht von den eigenen Kernüberschriften wie im folgenden Zitat zu sehen ist:
„Neben ihrer einmaligen kulturellen Eigenschaft als „Landschaftsgarten unter der Erde“ ist die Höhle ein geologisches und paläontologisches Zeugnis von überregionaler, ja europäischer Bedeutung. Dieses Denkmal muß auf dem Niveau seines Wertes präsentiert und vermarktet werden.“ ISEK der Stadt Bad Liebenstein vom 31.8.2016, S. 58

Die Erklärung, was ein „Landschaftsgarten unter der Erde“ ist, bleiben die Autoren des Konzepts schuldig, der Rest des Zitats, entnommen aus Höhlenforscher-Veröffentlichungen, wurde weder verstanden, noch beachtet. Das Konzept setzt bei Realisierung die bisherige gedankenlose Zerstörung der wertvollen Höhlenbestandteile fort.
Es besteht die Gefahr, daß damit der traditionsreiche Schauhöhlenbetrieb endet. Wenn es ganz schlimm kommt, erst nach einigen massiven Eingriffen in die Substanz der Höhle.
Das in den letzten Jahren feststellbare Desinteresse der Denkmalbehörden an der Höhle setzt sich dabei offenbar ebenfalls fort. Auf unsere Hinweise bzw. Anfragen hin erhielten wir von der Oberen Denkmalbehörde in 2 Monaten, trotz wiederholter Kontaktaufnahme, nicht einmal eine sogar telefonisch zugesagte Stellungnahme -Schweigen bis heute. Somit muß man für die Zukunft auch weitere, nun wohl sogar direkt sanktionierte Zerstörungen befürchten.
Dies muß unbedingt verhindert werden.
Ein neues, zeitgemäßes Konzept mit einer durchdachten Umsetzungsstrategie ist erforderlich.

Rainer Fohlert, Webmaster 

Höhlenforschergruppe Wutha-Farnroda im Thüringer Höhlenverein e.V.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Möchten Sie beim Erhalt der Schauhöhle mithelfen?  Sie können uns eine Mail  mit Ihrer Meinung /Ihren Vorschlägen schicken.


 

 

 

Logo des Nationalen GeoPark Thüringen Inselsberg - Drei Gleichen

Die Altensteiner Höhle ist seit 2006 Teil des Nationalen GeoParks Thüringen Inselsberg – Drei Gleichen. Der GeoPark liegt zwischen den Städten Eisenach, Gotha, Erfurt, Arnstadt, Ohrdruf, Schmalkalden und Bad Salzungen.

Schaubergwerke und Schauhöhlen im Nationalen GeoPark Thüringen Inselsberg – Drei Gleichen.

Lage und Anfahrt
Die Altensteiner Höhle liegt am Südrand des westlichen Thüringer Waldes in der Gemeinde Schweina.
 
Altensteiner HöhleThüringen
Öffnungszeiten
Januar geschlossen

Feb.-März & Nov.-Dez.
Im Dez. bis 3. Advent geöffnet
Mo-Mi & Fr, Sa 14-16.30 Uhr
So 10-17 Uhr
Do Ruhetag

April-Oktober
Mo-Mi & Fr 10-17 Uhr
Sa & So 10-18 Uhr
Do Ruhetag
Die Altensteiner Höhle liegt im

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